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Klugscheisser

22. November 2018

Es hat ihn schon immer gegeben. Er hat schon immer genervt. Jeder hat ein paar im eigenen Umfeld. Er ist eine unangenehme Spezies. Der Klugscheisser.

Auf den ersten Blick sind es meist ganz nette Menschen, aber wenn es darum geht, in einer Runde  „Wissen“ von sich zu geben – mutieren sie komplett. Dann kommt er heraus – der Drang alles besser zu wissen.

Der Klugscheisser selbst, sieht sich leider als Experte – und zwar auf jedem Gebiet. Er macht vor keiner Wissenschaft halt, die Aktienkurse sieht er immer zur richtigen Zeit steigen oder fallen, ja auch Kochen, Backen und Kindererziehung  – er und nur er, weiss wie es richtig funktioniert. Er gibt ungefragt, nicht nur überall seinen Senf dazu, nein, er ist die allwissende Müllhalde. Sein Wort ist Gesetz. Meint er…

Der Klugscheisser zeichnet sich auch dadurch aus, dass er stets zu allem eine Antwort und nie, aber auch nie eine Frage hat.

Klugscheissern ist es wahnsinnig wichtig, als „intelligent“ wahrgenommen zu werden. Ich will nicht abstreiten, dass es auch Intelligente unter den Besserwissern gibt. Leider kommen sie nicht so rüber, da sie mit ihrem Klugscheissen das Gefühl vermitteln, ein grosses Selbstbewusstseins-Defizit zu haben.

Leute die wirklich viel wissen, brauchen nicht ständig die Bestätigung. Kluge Menschen kennen sich auf ihren Gebieten, in ihren Interessen aus – da hört man gerne zu. Kluge Menschen können erklären und vermitteln ohne dogmatisch und wie Rumpelstilzchen auf ihre „Wahrheit“ zu pochen.

Ich hab mir überlegt, dass die WHO das Klugscheissen als Krankheit aufnehmen sollte. Zum Beispiel als Dolor Aleckitis, oder Dolor Meier – so als psychische Krankheit. Über den Namen könnte man notfalls diskutieren….

Dann ist es sicher nicht mehr „En Vogue“ jeden noch so gequirlten Mist lauthals und ungefragt in die Welt zu posaunen. Psychisch krank will schliesslich keiner sein.

 

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