Lifestyle

I love Wandern.

9. Januar 2019

Das Wandern ist bekanntlich des Müllers Lust…und seit ein paar Jahren auch meine. Ich liebe es zu „Spazierwandern“. Also, das ist spazieren gehen in der Natur. Das Competitive liegt mir nicht. Spazierwandern funktioniert so: Ich laufe ein Stück, dann schaue ich hier und pflücke da, schaue nach oben, entdecke einen Vogel, schaue so lange bis ich ihn in irgendeinem Geäst entdeckt habe, laufe weiter, staune über die Bäume, oder einen dicken Frosch, halte an, weil ich die Stille mal hören will….so halt. Das geht so stundenlang. Herrlich.

Ich habe mal gelesen: Wandern ist eine Tätigkeit der Beine und ein Zustand der Seele.  Das bringt es doch wunderbar auf den Punkt. In der Natur unterwegs zu sein, gibt das Gefühl von Entspannung und Erhabenheit.

Zum Spazier-Wandern braucht es keine besondere Ausrüstung. Vielleicht nicht gerade in Schlappen losziehen, aber irgendein festes Schuhwerk findet sich ja in jedem einigermassen sortiertem Haushalt. Am Meer bin ich zwar schon mit Flip Flops 10 Kilometer gewandert – war aber keine gute Idee. Zwei riesengrosse Blasen zwischen den Zehen erinnerten mit noch lange schmerzhaft an die, eigentlich sehr schöne, Wanderung. Aber gut, man lernt nie aus.

Beim Wandern wird bewusst, wie unwichtig wir hier sind. Alles egal. Krankheiten, Glück, Tod, Geburt, Kind die Gymi-Prüfung nicht geschafft – total egal. Die Erde dreht sich einfach weiter. Es ist ihr egal.

Im Frühjahr blüht alles, im Sommer reift alles, im Herbst fallen die Blätter von den Bäumen und im Winter ruht sich die Natur aus. Wenn wir Glück haben schneit es. Das geht nun seit ein paar Millionen Jahren so. Sehr verlässlich.

Nichts macht auf Dauer glücklicher, als in der Natur zu sein. Weil man sich seiner Unwichtigkeit bewusst wird. Weil alles was wir machen, einzig wichtig für uns selbst ist. Die Erkenntnis täte jedem von uns ab und an mal ganz gut.

Wandern ist ausserdem total sozial. Nichts ist schöner, als nach einer mehrstündigen Wanderung einzukehren und mit anderen Wanderern – bei einem Glas Wein und einer leckeren Brotzeit – über Gott und die Welt zu schwadronieren.

Also, hopp auf zum Wandern, ab in die Natur. Genau jetzt ist die richtige Zeit.

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