Lifestyle

Winter an der Cote Azur

26. Februar 2019

Hach war das schön! Die Cote Azur im Winter. Frühlingswetter, wenig Touristen die Mimosen stehen in voller Blüte. Dazu ein Baguette und ein Gläschen Weisswein. Das Leben kann so schön sein. Auch im Winter!

Für mich als Wintersportmuffel war die Cote Azur im Februar eine kleine Offenbarung. Ich wollte irgendwohin, wo es nicht ganz so hundekalt ist, aber fliegen wollte ich auch nicht. Nach etwas research stiess ich bald auf Nizza. Kenne ich vom Frühling, Sommer und auch der Herbst ist da wunderschön – aber im Winter war ich noch nie da.

Mimosenblüte

Los ging es mit meinen drei Kindern. In sechseinhalb Stunden waren wir da – und jeder der mich kennt weiss, ich bin eine Autofahrer-Schnecke. Aber wenn fast kein Auto auf der Strecke ist, schafft das jeder in null komma nix.

Wir hatten ein nettes Hotel in der Innenstadt von Nizza reserviert – die Preise sind moderat, da es eben nicht die „Hotspot-Zeit“ an der Cote Azur ist. Als wir ankamen, erwarteten uns frühlingshafte 16 Grad!

Die Stadt war bumsvoll mit Menschen! Das lag am alljährlichen Karneval in Nizza, immerhin der grösste Frankreichs. Ist eigentlich gar nicht meins – Karneval – aber dieser ist ganz schön, da er wahnsinnig schöne Farben zaubert und nicht so traditionell kitschig ist. Es gibt nachmittags einen wunderschönen Blumencorso und am Abend fahren bunt geschmückte Trucks mit lustigen Figuren durch die Innenstadt. Es lohnt sich. Kann man sich mal anschauen.

Karneval in Nizza 2019

Die folgenden Tage verbrachten wir mit dem Erkunden von Nizza, einem Ausflug nach St. Tropez, Mougins und Menton.

St. Tropez kann um die Jahreszeit stiller nicht sein. Die Geschäfte sind fast alle geschlossen, aber die Boulangerien sind offen! Wir schnabulierten uns durch Tarte Tropezienne, Pain au Chocolat und Tarte au Citron. Einfach himmlisch! Im Senequier zogen wir unsere Jacken aus und sassen nun, mitten im Februar, am Hafen von St Tropez und liessen uns das herrliche Essen schmecken und die Sonne aufs Haupt scheinen.

Auf der Rückfahrt nach Nizza statteten wir dem hübschen Dörfchen Mougins einen Besuch ab. Schon Picasso wusste, dass es sich dort ganz gut leben lässt. Die letzten 15 Jahre seines Lebens verbrachte er in diesem malerischen Ort.Mougins ist voller Gallerien und lockt auch, dank seiner sehr guten Restaurants, Gourmets aller Herrenländer an.


Gasse in Mougins

Ein Grund für unsere Reise nach Südfrankreich war auch das Zitronenfest in Menton. Europaweit werden in dieser Region die meisten Zitrusfrüchte angebaut und geerntet. Ich liebe Zitrusfrüchte! Menton kannte ich ausschliesslich vom Namensschild an der Autobahnausfahrt, kurz nach der italienischen Grenze. Nun denn, auf an das Zitronenfest. Es gibt Zitronen, Orangen und sonstige Zitrusfrüchte zu horrenden Preisen. Ich habe auch ein paar – riesige Dinger – für 8 Euro das Kilo gekauft. Naja, wenn man schon mal da ist… Das eigentliche Zitronenfest ist ein circa ein Kilometer langer Parcours aus Zitronen-Märchenfiguren. Also, für meinen Geschmack alles ein bisschen naja… aber was soll’s. Die Kinder (also Eines) fand es ganz lustig. Das Zitronenfest gibt es schon seit über 80 Jahren. Es ist das absolute Jahres-Highlight und zieht tausende Touristen an.

Menton Zitronenfest 2019

Wir haben die fünf Tage an der Cote Azur echt genossen. Vor allem das Frühlingswetter, die Sonne und das spezielle Licht. Alles ist leicht und hat uns auf den Frühling in hiesigen Gefilden eingestimmt. Und schwupps – kaum sind wir wieder in der Schweiz, werden wir mit immerhin 12 Grad, blauem Himmel und Sonne erwartet. So kann es gerne weiter gehen!

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